Veränderungsmanagement

Bessere Planung mit dem „Smart Changer“

Veränderungsmanagement

Bessere Planung mit dem „Smart Changer“

RM // Köln, 09.09.2020

Eigentlich ist es eine Binse: Jedes Projekt bringt Veränderungen mit sich – und Veränderungen müssen aktiv begleitet werden, damit sie sich nachhaltig in Organisationen und Individuen verankern. Aber: Welche Aktivitäten sollten gestartet werden? Wie lässt sich ableiten, was hilfreich oder vielleicht auch weniger sinnvoll ist? Hierfür hat ein Team der BwConsulting den „Smart Changer“ entwickelt, ein internes Tool, mit dem konkrete Maßnahmen zur Förderung des Wandels identifiziert werden können.

„Wir brauchten ein Werkzeug, das uns eine umfassende und strukturierte Betrachtung des Veränderungsprozesses unter Einbezug diverser Faktoren ermöglicht“, erläutert Gero Debuschewitz die Motivation zur Entwicklung des „Smart Changers“. Gero ist Senior Manager bei der BwConsulting und begleitet aktuell Projekte zur Optimierung des Personalmanagements der Bundeswehr. Gemeinsam mit weiteren Spezialisten aus der HR-Beratung und der Organisationsentwicklung trieb er das Thema voran. „Bei unseren Überlegungen sind wir dann auf die Idee gekommen, die Methoden, die wir sowieso als Standard in unseren Projekten anwenden, mit unseren Erfahrungen und Best Practice-Ansätzen im Veränderungsmanagement zu verbinden.“

So setzte sich das Team daran, drei Analyseverfahren miteinander zu verknüpfen: Zum einen die klassische Stakeholderanalyse, mit der die relevanten Bezugsgruppen und ihre Perspektiven dargestellt werden. Zum anderen das häufig genutzte 7-Phasen-Modell nach Richard K. Streich, das die emotionale Entwicklung der beteiligten Gruppen im Verlauf des Wandels betrachtet. Darüber hinaus das sogenannte Integrale Modell, mit dem geprüft wird, ob alle für eine Handlungs- und Haltungsveränderung maßgeblichen Felder berücksichtigt werden.

„Über eine einfache Maske werden die Erkenntnisse aus diesen drei Methoden eingegeben“, erklärt Gero weiter. „Und dann kommt das eigentlich Herzstück des Werkzeugs zum Zuge: In einer Datenbank haben wir eine Vielzahl von Maßnahmen hinterlegt, die Veränderungen unterstützen – und die Parameter, wann und für wen sie während des Veränderungsprozesses zum Einsatz geeignet sind. Das Tool gleicht anschließend die angegebene Situation mit der Datenbank ab und wirft als Ergebnis Vorschläge für bereits erprobte Maßnahmen aus. Beispielsweise für die Kommunikationsplanung oder auch für die gezielte Teamentwicklung.“ Diese Vorschläge können dann gleich in eine Planungstabelle übertragen werden.

Einen Nutzen stiftet der „Smart Changer“ sowohl für erfahrene Veränderungsberater als auch für Projektpartner, die sich in diesem Methodenfeld noch neu bewegen. Denn er unterstützt dabei, den Überblick über erfolgte und anstehende Aktionen zu bewahren. Gleichzeitig gibt er Impulse für sinnvolle Maßnahmen, die das Team vielleicht noch gar nicht in Betracht gezogen hatte.

„Aber natürlich kann das Werkzeug nicht den Veränderungsmanager ersetzen“, meint Gero abschließend. „Denn es kann zwar dabei unterstützen, was man machen könnte. Wie man es allerdings umsetzt, ist dann wieder sehr individuell und situativ zu entscheiden.“

Grafische Darstellung der zugrundeliegende Analysen: Stakeholderanalyse, Streich-Kurve, Integrales Modell

Unterschiedliche Perspektiven: Mit drei Methoden werden die Ausgangsdaten für den Smart Changer ermittelt

Ihr Ansprechpartner


Gero Debuschewitz
02203-9054-271

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