IT-Management

Was IT-Manager mit Hefekuchen und alten Ehepaaren verbindet

Was IT-Manager mit Hefekuchen und alten Ehepaaren verbindet

BM // Berlin, 23.03.2020

Wieso kämpfen IT-Manager gegen Hefekuchen? Und was können IT-Prozessverantwortliche von alten Ehepaaren lernen? Mit diesen nicht ganz fach-alltäglichen Fragen zum Thema Informationstechnik hat Dr. Hans-Joachim Popp und sein Team des Themenfelds IT-Management viele Kolleginnen und Kollegen der BwConsulting neugierig gemacht und zu einem Get-together Anfang März eingeladen. Das Ziel war es, den interessierten Teilnehmern einen Einblick in das recht komplexe Fachgebiet mit all seinen Trends und Herausforderungen zu geben, das inzwischen alle Projekte der BwConsulting in unterschiedlicher Form flankiert.

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Themenfeld IT-Management

Die IT-Infrastruktur als Hefekuchen

Die IT-Infrastruktur von Organisationen zeigen häufig die Tendenz, an Komplexität und Variantenreichtum kontinuierlich zuzunehmen. Die Gründe sind in stetig steigenden Anforderungen und in einer rasanten Technologieentwicklung zu sehen. Dabei ist nur ein Teil dieser Erweiterungen durch einen Funktionszuwachs zu rechtfertigen.

Viele neue Komponenten entstehen aufgrund lokaler Vorlieben, situativer Engpässe oder schlicht aufgrund von Unwissenheit über schon vorhandene Funktionalitäten. Und einige Anwender neigen naturgemäß zu Individuallösungen, da diese häufig die speziellen Anforderungen besonders gut erfüllen. Die Folge ist eine Aufblähung der IT-Infrastruktur. Dr. Hans-Joachim Popp verwendet zur Erklärung dieses Phänomens das Bild des Hefekuchens. Im nebenstehenden Video erklärt er dieses Bild und macht deutlich, was dabei die Rolle des IT-Managers beziehungsweise des Chief Information Officers (CIO) ist:

Alte Ehepaare und Minimum Entropy Design als Methode der Zukunft

Eine neue, in der Entwicklung befindliche Beratungsmethode ist das „Minimum Entropy Design“. Sie hat das Ziel, die Menge an transportierten Informationen in Prozessen systematisch zu untersuchen und gegebenenfalls zu reduzieren, um mehr Sicherheit bei weniger Störanfälligkeit zu erreichen. Dabei meint Reduktion, dass einzelne unnötige Datenfelder in Eingabedialogen vermieden oder sogar ganze Teilprozesse eliminiert werden. Einen kurzen Einblick in die Methode und ihre Grundsätze gibt Patrick Schubert, Senior Consultant bei der BwConsulting und Mitglied im Themenfeld IT-Management, im nachfolgenden Video:

Das beim Minimum Entropy Design gern genutzte Bild ist das des alten Ehepaares. Aufgrund des fehlenden „Neuigkeitsgrades“ ihrer Unterhaltungen verzichten manche Ehepaare auf zeitintensive Dialoge. Oft reicht bereits ein Blickkontakt und der Partner versteht, was gemeint ist. Dieser etwas augenzwinkernde Vergleich macht den ansonsten sehr mathematischen Ansatz recht anschaulich. Die Optimierungsmethode kann helfen, Verwaltungsprozesse massiv zu vereinfachen und so gleichzeitig den Aufwand zu reduzieren und dabei die Angriffsfläche für Verfügbarkeits- und Integritätsstörungen ebenfalls zu verringern. Insgesamt lässt sich die Resilienz von Systemen deutlich steigern, da vorhandene Bandbreite für die Erhöhung der Übertragungssicherheit genutzt werden kann.

Neben Hefekuchen und alten Ehepaaren wurde auch über das Thema „Digitale Souveränität“ gesprochen. Intensiv diskutierten die Teilnehmer über die Bedeutung dieses Begriffs und welche Herausforderungen sich daraus ergeben. Sie beleuchteten die verschiedenen Aspekte der Bedrohungslage und die vorhandenen Lösungsansätze . Dabei spielte nicht nur das Thema Spionage, sondern auch das Risiko des Shutdowns unserer Systeme durch fremde Mächte eine Rolle. Unter anderem ging es um die weit verbreiteten, marktbeherrschenden Software- und Hardwareplattformen wie beispielsweise die 5G-Technologie von Huawei, oder die Beherrschung des Hardware-Marktes durch wenige ausländische Anbieter.