

Brit Malmgrön // Berlin, 26. Mai 2025
Die sicherheitspolitische Lage verlangt neue Perspektiven und dafür vielfältige Führungsteams. Doch welche Rolle spielen Frauen in diesem Wandel? Denn die zentrale Herausforderung bleibt bestehen: Der Frauenanteil in der Bundeswehr ist nach wie vor gering. Diese Thematik stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Frauen führen: Sicherheitspolitische Lage und Frauen bei der Bundeswehr“, die wir gemeinsam mit FidAR Berlin ausgerichtet haben.
Seit über 20 Jahren können Frauen in allen Bereichen der Bundeswehr dienen. Doch trotz dieser langjährigen Öffnung liegt ihr Anteil bei lediglich 13 Prozent – und ohne den hohen Frauenanteil im Sanitätsdienst sogar nur bei 9 Prozent. Die Zielmarke von 20 Prozent wird damit deutlich verfehlt. Besonders in Führungspositionen sind Frauen weiterhin unterrepräsentiert.
Dabei sind Diversität und Vielfalt keine bloßen Schlagworte – sie bieten echte Vorteile. Frauen bringen wertvolle Perspektiven in Entscheidungsprozesse ein, verstärken umfassende Denkansätze und tragen zu einer modernen Verteidigungsfähigkeit bei. Doch um weibliche Talente langfristig zu gewinnen, bedarf es gezielter Maßnahmen: Von verstärkten Rekrutierungsinitiativen über Karriereförderung bis hin zu strukturellen Veränderungen in der militärischen Führungskultur.
Frauen sind fester Bestandteil der Bundeswehr – und essenziell für ihre Zukunft. Denn nur durch Vielfalt in den Perspektiven wird sie passende Lösungen für ihre Herausforderungen entwickeln können.
Das Event – Impulse & Diskussion
Den Auftakt der Veranstaltung bildete ein Impulsvortrag von Sandra Bußmann, Geschäftsführerin BwConsulting und Josefine Brang, Managerin BwConsulting und ehemalige Heeresoffizierin. Die Referentinnen beleuchteten die Bedrohungslage 2029, den Personalbedarf der Bundeswehr und die Bedeutung von Comprehensive Defence.
In der anschließenden Fishbowl-Diskussion mit Fregattenkapitän Christoph Sallermann (BMVg) unter Moderation von Dr. Kim Kötterheinrich, Managerin bei BwConsulting, wurden zentrale Fragen debattiert:
- Frauen in der Landesverteidigung: „Ist Krieg nicht nur Männer-, sondern auch Frauensache?“
- Privatwirtschaft & Führung: „Sollten Frauen gezielt Schlüsselpositionen besetzen?“
- Gesamtstaatliche Verteidigung: „Was können wir alle zur Wehrhaftigkeit Deutschlands beitragen?“
Der Beitrag von BwConsulting – Vielfalt aktiv fördern
Als Inhouse-Beratung der Bundeswehr setzt sich BwConsulting gezielt für Diversität und Chancengleichheit ein. Wir unterstützen strategische Initiativen, beraten zur Personalentwicklung und fördern den Austausch zwischen Entscheidungsträger:innen und Expert:innen aus Wirtschaft, Politik und Militär.
Die Veranstaltung machte deutlich: Mehr Frauen in der Bundeswehr bedeuten eine stärkere Verteidigung – durch Vielfalt, Perspektivenwechsel und moderne Führungskultur. Diesen Wandel aktiv mitzugestalten, ist eine gemeinsame Verantwortung.
Über FidAR e.V.
Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) ist eine überparteiliche Initiative, die sich für eine nachhaltige Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen deutscher Unternehmen einsetzt. Seit 2006 treibt FidAR die Chancengleichheit voran und setzt sich für transparente Besetzungsprozesse und gesetzliche Quoten ein.
Verteidigung neu denken
Mit einer Reihe von Impulsen will die BwConsulting dazu beitragen, ein Ressort- und Verwaltungsebenen-übergreifendes Verständnis von Verteidigung zu fördern.
Eine Auswahl:
Comprehensive Defence im Landratsamt: Landes- und Bündnisverteidigung beginnt lokal
Comprehensive Defence: Ein neuer systematischer Ansatz zur Gesamtverteidigung
Konfliktbild-Methode: Ein gemeinsamer Zeichenvorrat
Szenario ECHO: Game-based Learning und Serious Gaming für eine starke Demokratie
Unsere Projektcluster:
Von Landes- und Bündnisverteidigung, Digitalisierung bis hin zu Rüstung & Nutzung







